Jahresbericht 2004

Liebe Mitglieder und Freunde des Archäologischen Clubs Basel

Es freut uns Ihnen unseren Jahresbericht 2004 zu überreichen. Damit möchten wir Sie einerseits über unsere Tätigkeiten im vergangenen Jahr unterrichten, andererseits präsentieren wir Ihnen den personellen und finanziellen Zustand unseres Clubs. In einem letzten Teil unternehmen wir bereits jetzt einen kleinen Ausblick in unsere diesjährigen Veranstaltungen. Das detaillierte Programm für das Sommersemester 2005 werden Sie rechtzeitig mit separater Post erhalten.

 

 

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen. Wir freuen uns auch in Zukunft über Ihre aktive Teilnahme an den Club-Anlässen.

Anregungen und Ideen für Veranstaltungen, wie Referate, Exkursionen, Museumsbesuche, Workshops etc., sind uns stets willkommen. Deshalb sind wir neu auch über folgende E-Mail-Adresse zu erreichen: archclubbasel-at-gmx.ch

Rückblick auf unsere Veranstaltungen 2004/2005 (Julia Bossart)

Vernissage «Fliegende Blätter» in der Skulpturhalle Basel (24. Juni 2004)

Gemeinsam mit der Skulpturhalle Basel veranstalteten wir die Präsentation der sogenannten «Fliegenden Blätter».Dabei handelt es sich um die Infoblätter, die monatlich eine neue Statue vorstellen. Anschliessend an die Erläuterungen von Herrn T. Lochman gab es einen Apéro, bei dem sich der neue Club-Vorstand (Abb. 1) den Mitgliedern vorstellte. (S. Straumann)

Exkursion zur Lehr- und Forschungsgrabung der Universität Basel im elsässischen Biesheim (F) (4. August 2004)

Bei wunderschönem Sommerwetter gelangte unsere Exkursionsgruppe mit einem Extrabus ins elsässische Biesheim. Nach der Begrüssung durch die Grabungsleitung (Dr. C. Schucany und PD Dr. P.-A. Schwarz) führten die Sektorverantwortlichen über das Grabungsareal und erklärten die interessanten Befunde (Abb. 4). Dabei konnten die TeilnehmerInnen den Studierenden bei ihrer Arbeit über die Schultern blicken. Anschliessend bot sich die Gelegenheit bei einem kleinen Apéro das Fundmaterial zu betrachten. Ein feines Nachtessen im örtlichen Restaurant bildete den Abschluss einer schönen Exkursion. (S. Straumann)

Unser Wintersemesterprogramm 2004/2005 stand ganz unter dem Motto «Antike Schönheit – Schöne Antike». Dieser Referatszyklus fand jeweils in den Räumlichkeiten der Skulpturhalle Basel statt.

«Schön und Gut» – Klassische Archäologie als antimodernes Projekt? (Othmar Jaeggi, Universität Basel, 2. Dezember 2004)

Mit diesem einführenden Referat in die Thematik und den Begriff «Schönheit» gab uns Othmar Jaeggi neben der Begriffsdefinition auch einen spannenden Einblick in die Forschungsgeschichte der Klassischen Archäologie. Er machte uns klar, dass die Wissenschaft auch immer beeinflusst wird vom jeweiligen Zeitgeist. Mit zahlreichen Zitaten aus Literatur und Philosophie bis zurück in die griechische Antike zeigte der Referent auf eindrückliche Weise die Vielschichtigkeit der Bezeichnungen «schön und gut». Nach der Diskussion nutzten die ZuhörerInnen auch noch den anschliessenden Apéro für Fragen an Othmar Jaeggi. (S. Straumann)

Arno Breker und die Schönheit der Antike (Sonja Grossmann, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., 17. Dezember 2004)

Am 17.12. durften wir eine Gastreferentin aus Freiburg, Sonja Grossmann, begrüssen, die uns von ihrer Magisterarbeit berichtete Sie erklärte uns, wie sich der deutsche Bildhauer Arno Breker von der Schönheit antiker Plastik inspirieren liess.

Schöne Kaiser? Zur Bedeutung des Körpers für das römische Herrscherideal (Jan Meister, Universität Basel, 6. Januar 2005)

Jan Meister zeigte in seinem Vortrag anhand von Textpassagen bei Sueton und römischer Kaiserportraits, dass in der Antike mehrere Körperbilder und -auffassungen bestanden, die zu unterschiedlichen Zwecken verwendet wurden.

Zur Hässlichkeit antiker Terrakotten (Simon Graber, Universität Basel, 19. Januar 2005)

Dass in der Antike nicht nur Schönheit künstlerisch umgesetzt wurde, demonstrierte Simon Graber anhand von Terrakotten, die Hässlichkeit und Missbildungen in verschiedensten Formen darstellen, und erläuterte deren Bedeutung.

Jahresrechnung 2004 / Budget 2005 (Jonas Kissling)

Kontostand 01. 01. 2004: CHF 6’988.75

Ausgaben:

Exkursion CHF 700.–

Apéros CHF 305.80

Portokosten CHF 92.75

Bankkosten CHF 60.85

Total CHF 1’199.40

Einnahmen: CHF 2’236.– (Einzahlungen von 31 Mitgliedern)

Kontostand 31. 12. 2004: CHF 8’025.35

Für das neue Vereinsjahr 2005 wird ein Budget von CHF 1’000.– veranschlagt. Die erwarteten Einnahmen betragen ca. CHF 2’000.–. So werden wir voraussichtlich eine positive Bilanz ziehen können, um die Stiftung weiterhin zu unterstützen.

Aufgrund der stabilen Finanzlage schlägt der Vorstand des Archäologischen Clubs der Mitgliederjahresversammlung vor einen Betrag von CHF 4’000.– an die Basler Stiftung für Klassische Archäologie zu überweisen.

Mitglieder (Jan Meister)

Die Mitgliederzahlen des Archäologischen Clubs sind 2004 markant angestiegen. Zu den 40 Mitgliedern, die der Club Anfangs 2004 zählte, sind im Verlauf des Jahres 25 Neumitglieder hinzu gestossen. Wir möchten an dieser Stelle allen – den alten und den neuen – Mitgliedern für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung danken und hoffen, gerade auch mit dieser «Blutauffrischung», Ihnen weiterhin ein spannendes und vielseitiges Programm bieten zu können.

Wir begrüssen folgende neuen Mitglieder ganz herzlich in unserem Club: M. Allemann, A. Ballmer, A. Banderet, U. Berther, L. Boesinger, W. und S. Bossart, J. Bossart, K. Ernst, D. Furlan, S. Graber, E. Guggisberg, O. Hess, O. Jenni, S. Kiefer, J. Kissling, F. Link, D. und N. Meister, J. Meister, D. Ruppen, S. Ruprecht, I. Winet, S. Straumann, S. Rutz, P. Pachlatko, S. Zurbriggen.

Ausblick (Sven Straumann)

Den aufwärts strebenden Trend bei den Mitgliederzahlen möchten wir möglichst beibehalten. Deshalb werden wir auch in Zukunft aktiv für die Mitgliedschaft im Archäologischen Club Basel werben, denn nur mit einer gesunden Mitgliederzahl kann unser Club weiter bestehen und seine Funktion erfüllen. Es würde uns sehr freuen, wenn auch Sie, liebe Mitglieder, Ihre Freunde und Bekannte auf unsere Aktivitäten hinweisen. Selbstverständlich sind bei allen unseren Veranstaltungen Gäste herzlich willkommen.

Nachdem wir im vergangenen Jahr wertvolle Erfahrungen im Organisieren von Veranstaltungen sammeln konnten, planen wir nun bereits für das kommende Sommersemester 2005. In der Hoffnung auf einen schönen Frühling werden wir voraussichtlich eine Velo-Exkursion in die nahe gelegene Römerstadt Augusta Raurica (Augst/Kaiseraugst) unternehmen. Als Alternative kann die Anreise natürlich auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgen. Über das genaue Programm vor Ort werden wir noch informieren. Eine Möglichkeit wäre z. B. die Teilnahme an der Führung «Verschenkt – Vergraben – Vergessen. Ein szenischer Rundgang auf den Spuren des Kaiseraugster Silberschatzes»".

Nachdem das Antikenmuseum Basel nach der grossen Tutanchamun-Ausstellung endlich wieder die Tore zu seinen hochwertigen Dauerexponaten geöffnet hat, werden wir bestimmt auch wieder einmal einen gemeinsamen Museumsbesuch unternehmen. Gerade für die Studierenden wird dies eine willkommene Möglichkeit sein die Bestände des Antikenmuseums näher kennen zu lernen. Abgerundet wird unser Sommersemesterprogramm durch Referate von LizentiandInnen, die ihre spannenden Forschungen präsentieren werden. Wie Sie sehen, haben wir für jeden Geschmack und jede Witterung etwas vorgesehen.

Wir hoffen, dass Sie sich von unserer provisorischen Programmvorschau angesprochen fühlen und freuen uns Sie auch im nächsten Semester an unseren Veranstaltungen begrüssen zu dürfen.

Impressum

Herausgeber: Archäologischer Club Basel 
Postadresse: c/o Archäologisches Seminar, Schönbeinstrasse 20, CH-4056 Basel 
E-Mail: archclubbasel-at-gmx.ch 
Redaktion, Fotos und Layout: falls nicht anders angegeben Sven Straumann 
Auflage: 80 Exemplare 
Copyright: © 2005 Archäologischer Club Basel