Dr. Christian Russenberger

christian.russenberger-at-unibas.ch

LEBENSLAUF

2003: Lizentiat in den Fächern Klassische Archäologie (HF), Alte Geschichte und Griechische Literatur an der Universität Zürich

2005–2006: zweijähriges Stipendium der Universität Zürich (Forschungskredit der Universität Zürich zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses) zur Ausarbeitung der Dissertation

2004/2005: wissenschaftliche Assistenz bei Hans Peter Isler am Archäologischen Institut der Universität Zürich, mit Zuständigkeit für die Archäologische Sammlung

2005–2006: Mitglied des Schweizerischen Instituts in Rom; einjähriger Studienaufenthalt in der Villa Maraini zur Ausarbeitung der Dissertation

2005–2009: Mitglied des Vorstandes der 'Schweizer Arbeitsgemeinschaft für Klassische Archäologie'

2007–2012: wissenschaftliche Assistenz bei Hans Peter Isler, ab 2008 bei Christoph Reusser am Archäologischen Institut Zürich, mit Zuständigkeit für die Zürcher Ietas-Grabung

2009–2013: Mitglied des Vorstandes der 'Hellas' (Schweizerische Vereinigung der Freunde Griechenlands, Sektion Ostschweiz)

2010: Promotion in Klassischer Archäologie summa cum laude an der Universität Zürich bei Hans Peter Isler und Adrian Stähli; Titel der Dissertation 'Der Tod und die Mädchen. Die Amazonomachie als Thema der stadtrömischen Sarkophagplastik' (publiziert 2015)

2012/2013: wissenschaftliche Assistenz bei Martin Guggisberg am Seminar für Klassische Archäologie der Universität Basel

2013–2016: Postdoc-Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds für das Projekt 'Indigenes Wohnen zwischen Griechen und Puniern. Elemente kultureller Identität in einem antiken Wohnquartier auf dem Monte Iato (Sizilien)' mit Studienaufenthalten in Palermo, Berlin, Oxford und Rom ('Stipendium für fortgeschrittene Forschende')

2013/2014: Visiting Professor an der Universität Palermo, Dipartimento di Beni culturali, Sezione Archeologia

2016: Gastdozent an der Universität Innsbruck

2017–2018: Einjähriges Postdoc-Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds für den Abschluss des Forschungsprojekts 'Indigenes Wohnen zwischen Griechen und Puniern' an der Universität Basel ('Rückkehrphase')

 

LAUFENDES FORSCHUNGSPROJEKT

Indigenes Wohnen zwischen Griechen und Puniern – Elemente kultureller Identität in einem antiken Wohnquartier auf dem Monte Iato (Sizilien)

Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Siedlungsgeschichte und der Kulturgenese einheimischer Gemeinschaften im frühhellenistischen Westsizilien. Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet ein Grabungsbefund in einem Wohnquartier der einheimischen Höhensiedlung auf dem Monte Iato (Provinz Palermo). Von zentraler Bedeutung für die Untersuchung der Befunde sind einerseits die Analysen von Objektfunktionen und von Aktivitätszonen, andererseits die Identifikation spezifischer Bedeutungen einzelner Objekte und Objektkonfigurationen als Signifikanten unterschiedlicher Aspekte von kultureller, sozialer und religiöser Identität in einem stark griechisch und teilweise auch punisch geprägten einheimischen Kontext. Bei der kulturhistorischen Interpretation der Befunde folgt das Projekt aktuellen, in den Bereichen der Postcolonial Studies, der Kulturgeschichte, der Anthropologie und der Ethnologie entwickelten Analysemethoden, mit denen ein betont kritischer Umgang gepflegt werden soll. Das Projekt wird vom Schweizerischen Nationalfonds mit einem vierjährigen PostDoc-Stipendium gefördert.

 

Indigenous dwelling between Greeks and Carthaginians – Elements of cultural identity in an Ancient residence area on Monte Iato (Sicily)

The project aims at contributing to a better understanding of the settlement history and the formation processes of indigenous societies in Western Sicily in the 4th and 3rd cent. BC. As starting point serve the results of an excavation in a residential area of the indigenous hill site settlement on Monte Iato in the hinterlands of Palermo. The main focus of the study is on the analysis of the potential value of singular objects and object configurations in a household context as signifiers of different aspects of cultural, social, and religious identity in a strongly Greek, but also Punic influenced indigenous context. The interpretation method follows current research models for the contextual analysis of material culture, developed and applied in the fields of Postcolonial Studies, Culture History, Anthropology and Ethnology, which shall be critically discussed. The four-year postdoc research project is financed by a grant of the Swiss National Science Foundation.

 

 

Büro

Klassische Archäologie
Petersgraben 51
4051 Basel

Büro 103

Telefon:
+41 (0)61 207 30 65