Lehrveranstaltungen im HS17

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Vorträge

Ergänzend zu den Lehrveranstaltungen organisiert die Klassische Archäologie zusammen mit der Vereinigung der Freunde Antiker Kunst Vorträge.

Vorlesungen

31412-01: Homers Welt. Griechenland in geometrischer Zeit 2 KP

Prof. Dr. Martin Guggisberg
Mittwoch, 16.15-18.00 Kollegienhaus, Hörsaal 114
20.09.2017

Mit dem Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit um 1000 v. Chr. beginnt in Griechenland ein neuer Kulturabschnitt. Von der vorangegangenen mykenischen unterscheidet sich die neue, nach dem Keramikstil als „geometrisch“ bezeichnete Epoche durch zahlreiche grundlegende Veränderungen. An die Stelle der früheren Palastkultur treten dörfliche Lebensformen, aus denen heraus sich um 700 v. Chr., die griechische Polis entwickelt. Tiefgreifende Veränderungen kennzeichnen auch die Religion mit der Herausbildung des klassischen Götterkanons und der Entstehung der Heiligtümer. Gleichzeitig öffnet sich die griechische Welt nach aussen. Kulturelle Expansion und die Erschliessung neuer Lebensräume in Italien, Nordafrika und der Levante sind das eine, die Übernahme fremder, vor allem orientalischer Einflüsse in die eigene „orientalisierende“ Kultur, das andere zentrale Ergebnis dieses vielschichtigen Prozesses. Dazu gehört nicht zu letzt die Übernahme des Alphabets aus dem phönizischen Raum, das u.a. die Verschriftlichung der bis dahin mündlich tradierten epischen Dichtung Homers ermöglichte. In der Vorlesung wird die kulturelle Entwicklung Griechenlands im Zeitraum vom 10.-6. Jahrhundert v. Chr. beleuchtet. Sie ist Teil eines Zyklus, der - im Sinne einer Einführung - im Wechsel mit der Betrachtung der Römerzeit einen Überblick über die zentralen archäologischen Denkmäler der griechisch-römischen Antike und ihre Bewertung in der modernen Forschung bietet.

S. Langdon, Art and identity in dark age Greece, 1100-700 B.C.E (New York 2008); R. Osborne, Greece in the Making 1200-479 B.C. (London 2007); J. N. Coldstream, Geometric Greece (2. Aufl. London 2003).

 

48591-01: Von Tartessos zur Hispania Romana: Phönizier, Iberer und Römer auf der Iberischen Halbinsel im 1. Jahrtausend vor Christus 2 KP

PD Dr. Othmar Jaeggi
Donnerstag, 16:15-18:00, Kollegienhaus, Hörsaal 114
21.09.2017

Trotz der reichhaltigen und in vieler Hinsicht überraschenden materiellen Hinterlassenschaft wird die Archäologie der Iberischen Halbinsel gerade im deutschsprachigen Raum wenig wahrgenommen. Das Seminar möchte deshalb einen breiten Einblick bieten und verfolgt die kulturelle Entwicklung der Iberischen Halbinsel im Verlauf des 1. Jahrtausends vor Christus anhand der archäologischen Dokumentation und, so weit möglich, der schriftlichen Quellen. Im Zentrum des Interesses stehen die intensiven Kontakte zwischen einheimischen Kulturen und Phöniziern, Griechen und Römern. Diese dynamischen Prozesse des kommerziellen, technologischen und kulturellen Austauschs führten zu einer einmaligen kulturellen Vielfalt, die insbesondere den Süden und den Osten der Halbinsel von der sog. orientalisierenden Phase im 8. Jh. bis zur Eingliederung der Halbinsel in das römische Reich im späten 1. Jh. v. Chr. prägte. Bei der Bewertung der einheimischen Kulturen hat die Forschung ein Wandel ihrer Paradigmata vollzogen: Kolonialistischen Modellen, die das Verhältnis zwischen ‚Kulturbringern’ und Rezeptoren in einem für die letzteren ungünstigen Gefälle beschreiben, stehen nun alternative Sichtweisen gegenüber, die auch der ‚einheimischen Welt eine aktive und eigenständige Rolle zugestehen.

T. Ulbert (Hrsg.), Hispania Antiqua. Denkmäler der Frühzeit (2001). – O. Jaeggi, Der Hellenismus auf der Iberischen Halbinsel (1999). – Katalog der Ausstellung „Die Iberer“ in Bonn (1997). – H. Schubart (Hrsg.), Hispania Antiqua. Denkmäler der Römerzeit (1993).

Proseminare

41549-01: Einführung in die Klassische Archäologie: Die griechische Epoche 3 KP

MA Simeon Tzonev
Mittwoch, 14.15-16.00 Kollegienhaus, Seminarraum 104
27.09.2017

Das Proseminar soll die Grundlagen für das Studium der griechischen Kultur anhand ihrer materiellen Zeugnisse sowie einen Überblick über die dafür relevanten Fragen und Vorgehensweisen vermitteln. Behandelt werden die historische Topographie Griechenlands und des hellenistischen Ostens und die wichtigsten Material-und Denkmälergattungen (Keramik, Plastik, Portrait, Architektur, Urbanistik, Malerei etc.) der griechischen Antike.

T. Hölscher, Die unheimliche Klassik der Griechen, Thyssen-Vorträge: Auseinandersetzungen mit der Antike 8 (Bamberg 1989); P. Cartledge (Hrsg.), Kulturgeschichte Griechenlands in der Antike (Stuttgart 2000); T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen² (Darmstadt 2006); T. Hölscher, Die griechische Kunst (München 2007); R. T. Neer, Kunst und Archäologie der griechischen Welt. Von den Anfängen bis zum Hellenismus (Darmstadt 2013).

 

49888-01: Die Inszenierung des Sieges. Siegesmonumente in der griechischen und römischen Antike 3 KP

Dr. Verena Sossau
Dienstag, 10.15-12.00 Rosshofgasse (Schnitz), Sitzungsraum S 181
19.09.2017

Siegesdenkmäler prägen das Bild von Heiligtümern und Stadtanlagen der griechischen und römischen Antike und bilden Bezugspunkte kollektiver Erinnerung an kriegerische Auseinandersetzungen. Im Proseminar werden Schlaglichter auf die wichtigsten Formen von Siegesmonumenten geworfen, die jeweiligen Kontexte diskutiert, innerhalb derer sie entstanden bzw. sie sich veränderten und entwickelten, sowie ihre konkreten Funktionen erörtert. Dabei werden sich die Teilnehmer mit einigen zentralen Denkmälern und ihren nicht selten kontroversen Interpretationen näher auseinanderzusetzen.

Literatur (Auswahl): M. Hamiaux – L. Laugier – J.-L. Martinez, The Winged Victory of Samothrace. Rediscovering a Masterpiece (Paris 2015).T. Hölscher, Römische Siegesdenkmäler der späten Republik, in: H. A. Cahn – E. Simon (Hrsg.), Tainia, Festschrift R. Hampe (Mainz 1980) 351–371; T. Hölscher, Images of War in Greece and Rome. Between Military Practice, Public Memory, and Cultural Symbolism, JRS 93, 2003, 1–17; Y. Schmuhl, Römische Siegesmonumente republikanischer Zeit. Untersuchungen zu Ursprüngen, Erscheinungsformen und Denkmalpolitik, Antiquitates 43 (Hamburg 2008); B. Rabe, Tropaia. τροπή und σκῦλα – Entstehung, Funktion und Bedeutung des griechischen Tropaions, TübingerArchäologische Forschungen 5 (Rahden/Westf. 2008); J Stroszeck, Greek Trophy Monuments, in: S. des Bouvrie (Hrsg.), Myth and Symbol II. Symbolic phenomena in ancient Greek culture. Papers from the 2nd and 3rd international symposia on symbolism at The Norwegian Institute at Athens, September 19–22, 2002 (Bergen 2004) 303–332.
Eine detailliertere Literaturliste wird zu Beginn des Proseminars verteilt.

Übung

48590-01 - Übung: Das antike Objekt. Praktische Herangehensweisen und theoretische Konzepte 3 KP

Dr. Matthias Grawehr Sommerer
Freitag, 14.15-16.00, Rosshofgasse (Schnitz), Seminarrum S 02
22.09.2017

Nach dem Befund ist das Objekt die zentrale Informationsquelle der Archäologie. Die archäologische Forschung hat sich in den vergangenen Jahren ganz explizit wieder diesem Träger vieldimensionaler Informationen zugewandt: "Things are back".
In der Übung werden wir ein breites Spektrum konkreter archäologischer Objekte im Museumsbestand Basels und umliegender Orte aufsuchen und dabei ausloten, welche Informationen uns die Dinge bereithalten und wie wir sie betrachten, analysieren und erforschen können. Ausgehend von jedem Fallbeispiel erörtern wir dann anhand theoretischer Texte aktuelle Konzepte der "Thing Studies", z.B. zur Objektbiographie, zu Bild-Objekten und zur Materialität, Agency und sozialen Dimension von Objekten. Die theoretische Diskussion wird dabei am konkreten Objekt nachvollziehbar gemacht.

A. Appadurai (Hrsg.), The Social Life of Things. Commodities in Cultural Perspective (Cambridge 1986); C. Gosden - Y. Marshall, The Cultural Biography of Objects, World Archaeology 31, 1999, 169-178; T. Habermas, Geliebte Objekte. Symbole und Instrumente der Identitätsbildung (Berlin 1996); I. Hodder, Entangled: An archaeology of the relationships between humans and things (Malden, MA 2012); J. Hoskins, Biographical Objects. How Things tell the Stories of People’s Life (New York, London 1998); C. Knappett - L. Malafouris (Hrsg.), Material agency: Towards a non-anthropocentric approach (New York 2008)

 

10908-01: Einführung in die altertumswissenschaftlichen elektronischen Medien
2 KP

lic. phil. Christoph Schneider
Donnerstag, 12.15-14.00, UB, Vortragssaal 118
20.09.2017

In den Altertumswissenschaften gibt es heute eine breite Palette elektronischer Hilfsmittel für Lehre und Forschung. Die Übung gibt einen Einblick in die an der Universität Basel vorhandenen E-Medien und zeigt und vertieft die Verwendung der Text-, Bild- und bibliographischen Datenbanken. Anhand von praktischen Beispielen werden Suchstrategien erörtert, welche im Internet, im Bibliothekssystem ALEPH/Swisssbib und den spezialisierten Datenbanken angewendet werden können.

Reinschauen, nicht kaufen:
Fabian Franke, Schlüsselkompetenzen: Literatur recherchieren in Bibliotheken und Internet (2. Aufl. Stuttgart 2014): Signatur: UBH BE 6377 – Gabriel Bodard - Simon Mahony (Hrsg.), Digital Research in the Study of Classical Antiquity (Farnham 2010): Signatur: UBA AD VII 4606

Seminar

48582-01: Die römische Villa aus literarischer und archäologischer Sicht 3 KP

Prof. Dr. Martin Guggisberg und Prof. Dr. Henriette Harich-Schwarzbauer
Freitag, 10.15-12.00 Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
22.09.2017

Über antike Villen sind wir gut unterrichtet. Neben der villa rustica, für die ihre agrarökonomische Funktion zentral war und die das Gegenstück zur villa urbana ganz allgemein bildete, galt ab dem 1. Jh. v.u.Z. der römischen villa als Ort der Repräsentation, der Geselligkeit und auch der Sehnsucht besondere Aufmerksamkeit. Gut dokumentiert ist die villa in der Literatur, beginnend bei Cicero bis ins ausgehende 5. Jh. bei Sidonius Apollinaris. Beschreibungen dienen der Archäologie zur Rekonstruktion der Ensembles, die unter dem Begriff villa subsumiert werden. Bemerkenswert zahlreich sind die rekonstruierten Villen, die wir, auch in der näheren Umgebung (wie Heitersheim) sehen können, aber auch, wie wir sie als herausragende Sehenswürdigkeiten (Villa del Casale bei Piazza Armerina, Sizilien) im Imperium Romanum generell antreffen. Die Villen römischer Kaiser in der Umgebung von Rom sind hier besonders hervorzuheben (etwa die Villa Hadriana bei Tivoli), aber auch die archäologischen Reste der grossen Villen an den Abhängen des Vesuvs (Villa von Oplontis, Villa dei Misteri) oder die nicht minder beeindruckenden Anlagen in Nordafrika, die mit ihren reichen Malereien und Mosaiken und den aufwändig gestalteten Gärten, Bädern und Repräsentationstrakten einen lebendigen Eindruck von der verfeinerten römischen Wohnkultur geben.

Chr. Höcker, Villa, Der Neue Pauly, Enzyklopädie der Antike. Bd. 12/2, 210–221. – Hubert Cancik, Eine epikureische Villa. Statius Silvae II 2: Villa Surrentina, in: H. Cancik, Verse und Sachen. Hg. von Richard Faber und Barbara von Reibnitz. Würzburg 2003, 175–188. – L. Schneider, Die Domäne als Weltbild. Wirkungsstrukturen der spätantiken Bildsprache (Stuttgart 1983). – H. Mielsch, Die römische Villa: Architektur und Lebensform. München 1987. – R. Förtsch, Archäologischer Kommentar zu den Villenbriefen des jüngeren Plinius. Mainz 1993.

Alle Texte werden in lateinischer Sprache und auch in Übersetzung vorgelegt.
Weiterführende Literatur wird zu Semesterbeginn bekannt gegeben.

Praktikum

39850-01 - Praktikum: Museumsarbeit II: Schwerpunkt Ausstellungen 3 KP

Dr. Laurent Gorgerat
Mittwoch, 10.15-12.00, Antikenmuseum Basel, Agora
20.09.2017

Im zweiten Teil der Übung geht es um die Konzeption und Realisation von Sonderausstellungen. Die Mitarbeitenden des Antikenmuseums werden einen möglichst praxisnahen Einblick in ihren jeweiligen Arbeitsbereich liefern (Konzept, Planung, Inszenierung, Logistik, Publikationen/Texte, Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlungsprogramm). Die Studierenden erarbeiten ferner selbstständig einen Ausstellungstext.

E. Dawid - R. Schlesinger (Hrsg.), Texte in Museen und Ausstellungen (2002); ARGE schnittpunkt (Hrsg.), Handbuch Ausstellungstheorie und -praxis (2013).

Kolloquium

46697-01: Aus laufenden archäologischen Forschungen 3 KP

Prof. Dr. Martin Guggisberg und Prof. Dr. Peter-Andrew Schwarz
Mittwoch, 18:15-20:00 Uhr, Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
20.09.2017

Im Kolloquium werden aktuelle Forschungsarbeiten von fortgeschrittenen Studierenden, Promovierenden und freien Mitarbeitenden der Klassischen Archäologie und der Provinzialrömischen Archäologie (Vindonissa-Professur) in Basel vorgestellt und diskutiert (Masterarbeiten, Dissertationen, laufende Projekte). Studierende haben die Möglichkeit, sich durch die Moderation von Sitzungen und durch Kurzberichte zu den Referaten aktiv an der Gestaltung der interdisziplinären Veranstaltung zu beteiligen.

Programm [PDF (175 KB)]

Lehrangebot der Vorderasiatischen Altertumswissenschaft

Seminar

48586-01 - Seminar: Die Krise zu Regierungsbeginn Dareios’ I. und die Folgen 3 KP

Prof. Dr. Bruno Jacobs
dreimal Sonntag, Montag, Dienstag 9:00-12:00, Rosshof, Tagungsraum 306
19.09.2017

Im Jahr 522 bestieg Dareios I., durch seine Abkunft unzureichend legitimiert, den Thron des persischen Reichs. Im unmittelbaren Anschluss an diesen Vorgang ist eine grundlegende Veränderung der Quellensituation zu beobachten. Sowohl die Zeugnisse der Primärquellen als auch die Berichte in Sekundärquellen nehmen in Zahl- und Umfang stark zu. Mit dieser Gegebenheit verbindet sich die Frage, ob der Eindruck, dass durch den Herrschaftsantritt des Dareios ein Umbruch eingeleitet wurde, den Tatsachen entspricht oder ob er eher durch die veränderte Quellenlage bedingt ist. Eine genauere Betrachtung der Entwicklung in verschiedenen Bereichen, Verwaltung, Religion, Bestattungspraxis etc., soll die Frage erhellen, ob das Jahr 522 ein „Epochenjahr“ war oder nicht.

P. Briant, Histoire de l’empire perse de Cyrus à Alexandre, Achaemenid History X (Leiden 1996; engl. Version 2002).
A. Kuhrt, The Persian Empire – A Corpus of Sources from the Achaemenid Period I/II (London / New York 2007).
R. Rollinger, Der Stammbaum des achaimenidischen Königshauses oder die Frage der Legitimität der Herrschaft des Dareios, Archäologische Mitteilungen aus Iran und Turan 30 (1998) 155-209.
B. Jacobs, „Kyros, der große König, der Achämenide“ – Zum verwandtschaftlichen Verhältnis und zur politischen und kulturellen Kontinuität zwischen Kyros dem Großen und Dareios I., in: R. Rollinger / B. Truschnegg / R. Bichler (Hrsg.), Herodot und das Persische Weltreich – Akten des Internationalen Kolloquiums Innsbruck, 24.-28. November 2008, Classica et Orientalia 3 (Innsbruck 2011) 635-663.

20746-01 - Seminar: Altpersisch: die Sprache der Grosskönige 3 KP (aus dem Lehrangebot der Historisch-vergleichenden Sprachwissenschaft)

Prof. Dr. Rudolf Wachter
Donnerstag, 12:15-14:00, Rosshofgasse (Schnitz), Seminarraum S 01
21.09.2017

Es ist ein grosser Glücksfall, dass wir über die Taten der persischen Grosskönige, die für die Entwicklung des klassischen Griechenland und wohl der ganzen Weltgeschichte von entscheidender Bedeutung waren, nicht nur aus der Sicht der "Feinde" im Westen, namentlich durch Herodot, sondern auch aus ihrer eigenen Perspektive ausführliche Berichte besitzen. Am wichtigsten sind die grossen Rechenschaftsberichte und anderen Inschriften von Dareius und Xerxes, eingemeisselt in Stein und Fels in einer speziellen Keilschrift. Es wird eine Einführung in Schrift und Sprache des Altpersischen gegeben, das Hauptgewicht liegt aber von anfang an auf der Lektüre der Texte.

Übung

48637-01 - Übung: Sasanidische Felsreliefs 3 KP

Prof. Dr. Bruno Jacobs
Samstag, Sonntag, Montag 14:00-17:00, Rosshof, Tagungsraum 306
18.09.2017

Felsreliefs gehören neben der Glyptik (Siegel und Münzen) und der Toreutik (insbes. Metallschalen) zu den Leitgattungen der Sasanidischen Kunst. Die Übung macht mit der Mehrzahl der Denkmäler dieser Gattung und ihrer kunsthistorischen Entwicklung bekannt. Dabei sollen auch die in jüngerer Zeit vorgetragenen neuen Datierungsvorschlägen für einzelne Reliefs diskutiert werden. Darüber hinaus werden die Probleme der zeitlichen und räumlichen Verteilung der Denkmäler behandelt.

G. Herrmann & R. Howell resp. L. Trümpelmann, Iranische Denkmäler Reihe II Lieferung 5, 6, 8-11, 13. – W. Hinz, Altiranische Funde und Forschungen (Berlin 1969). – L. Vanden Berghe, Oud-iraanse rotsreliëfs (ca. 2000 v. Chr. - 7de eeuw na Chr.), Koninklijke Musea voor Kunst en Geschiedenis 26 oktober 1983–29 januari 1984 (Brussel 1983) [auch auf Französisch erschienen]. – M. P. Canepa, Sasanian Rock Reliefs, in: D. Potts (Hrsg.), The Oxford Handbook of Ancient Iran (Oxford 2013) 856-877.